Montagsfrage: Hast du schon mal versucht ein Buch zu schreiben?

19th August 2013

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Die Montagsfrage von Paperthin für diese Woche lautet:

Hast du schon mal versucht ein Buch zu schreiben?

Nur eins?! Also wenn man mal die mehr oder weniger ernsthaften Buchprojekte zählt, dann komme ich da auf drei. Ich habe früher nämlich doch sehr davon geträumt, Autorin zu werden, nur ist das als absolute Perfektionistin irgendwie nicht so einfach, mal mit irgendetwas zufrieden zu sein. Angefangen habe ich mit dem Schreiben von Geschichten nämlich schon, bevor ich überhaupt wirklich schreiben konnte. Damals habe ich meiner Tante Geschichten an der Schreibmaschine diktiert. Manche davon habe ich sogar noch irgendwo. Dann folgten die ganzen Bildergeschichten und Erzählungen in der Schule – und das habe ich so sehr geliebt! Danach habe ich dann mit meinen eigenen Kreationen angefangen. Ob das nun Bücher, Kurzgeschichten, RPGs, oder Gedichte waren – angefangen habe ich viel, fertig geworden ist aber so gut wie gar nichts. Aber zu den Büchern:

Mein erstes Projekt war – wie könnte es anders sein – ein Pferdebuch mit dem Titel Rätsel um Fürst Isidor. Und weil ich schon immer ein bisschen größenwahnsinnig war, sollte das der erste Band der Reihe Gestüt Silver Star sein. Orte und Personen haben viele reale Vorbilder gehabt, so spielt mein damaliger Kater Charly eine größere Rolle und Zwillingsschwester Katharina und Cousine Sarah widmete ich meinen Freundinnen, während ich mich selbst wohl in Kassandra dichtete – welches pferdeverrückte Mädchen würde denn nicht gerne auf einem Arabergestüt leben? Wann genau ich damit angefangen habe, weiß ich nicht mehr. Die Word-Dokumente, die ich gerade ausgegraben habe, tragen Änderungsdaten von 2005 und 2006. Da diese mehrmals den Computer gewechselt haben, stimmt das Erstellungsdatum leider nicht mehr. Vermutlich habe ich aber 2004 schon angefangen und war demnach 13, als ich den Großteil der Geschichte geschrieben habe. Gekommen bin ich bis zu Seite 30, allerdings nicht in Din-A4, sondern schon im gängigen Format von Pferdebüchern. Gerade habe ich noch mal ein paar Teile überflogen und es ist einfach wahnsinnig amüsant. Aber für eine Dreizehnjährige war das schon gar nicht mal so schlecht.

Danach habe ich vermutlich mit 15 mit meinem Baby Mondi angefangen, oder, wie der eigentliche Arbeitstitel lautet, Der silberne Mondkristall (und neiiin, das war keine Sailor Moon Fanfiction. Das durfte ich als Kind nämlich gar nicht schauen). Worum es eigentlich geht – na, keine Ahnung! Einen wirklichen Plan habe ich nicht. Es gibt eine Parallelfantasywelt zu unserer, einen bösen Tyrannen, eine alte Prophezeiung, vier Auserwählte (zumindest nach neusten Erkenntnissen), einen sexy bad boy, jede Menge sprechend kunterbunte Tiere, abenteuerliche Reisen, Visionen, Elstern, Herrenhäuser, Piraten, Gewalt und Tod – wobei das meiste noch in meinem Kopf und nicht auf dem Papier steht. Auch hier habe ich wieder viele Personen realen Menschen nachempfunden (zumindest vom Namen und teilweise vom Aussehen her) bzw. eigene Anekdoten eingebaut – und da die Hauptperson mal wieder mit C anfängt (wobei ich den Namen bis heute nicht mag), ist es wohl nicht allzu schwierig herauszufinden, wo ich mich, bzw. meine Wunschvorstellung, versteckt habe. Ich habe sehr viel Zeit und Herzblut in mein wunderbares, absolut chaotisches Fantasyprojekt gesteckt und so ganz habe ich es noch nicht aufgegeben. So manches Mal kehre ich doch wieder dazu zurück, lese Stellen, sammle neue Ideen. Dabei bin ich ganze 55 Din-A4 Seiten weit gekommen und habe dazu mindestens vier verschiedene Word-Dokumente mit Ideen sowie zwei weitere Dokumente mit Szenen, die später im Buch kommen (die eine ist auch erst vor einem Jahr entstanden). Darunter ist auch DIE, unter meinen Freundinnen berühmt berüchtigte Szene, bei der man bei mir aber nur auf „no comment“ stößt. Naja, ich schreibe es in erster Linie auch einfach nur für mich.

Und dann ist da noch meine heißgeliebte irische Kratzbürste Síne (engl. Sheena)! Unter dem Arbeitstitel On Angel Wings haben eine Freundin und ich im November 2007 beschlossen, ein gemeinsames Buch zu schreiben. Anfänglich war das alles noch sehr paranormal, mittlerweile ist aber fast schon unser Titel hinfällig, denn unsere beiden Mädels Emily und Síne haben mit dem Konzept Engel eigentlich kaum etwas gemeinsam. Das Buch wird abwechselnd aus beiden Perspektiven erzählt, wobei ich Síne mime und meine Freundin Emily Leben einhaucht. Wir haben schon mehr oder weniger die komplette Story durchgeplant, auch wenn es da noch sehr viel Verbesserungs- und Änderungsbedarf gibt. In der absoluten Kurzfassung: Da sie beide ein ähnliches böses Verbrechen begehen, werden sie nach ihrem Tod zurückgeschickt um Buße zu tun. Ihre Schützlinge machen ihnen das Dasein aber alles andere als leicht und es hilft auch nicht, dass sie den Spaß am Leben finden und ihre Aufgabe darüber hinaus vernachlässigen (das klingt jetzt irgendwie recht spirituell, aber das ist es eigentlich gar nicht). Geschrieben haben wir davon aber gerade mal den Prolog und einige Kapitelfetzen – darunter unsere heißgeliebten Streitgespräche, denn Em und Sí können sich überhaupt nicht ausstehen.

Mach mit

Du hast zu dem Thema auch was zu sagen? Dann mach doch mit! Die Teilnahme ist ganz einfach: Jede Woche veröffentlicht Paperthin eine neue Montagsfrage, die innerhalb einer Kalenderwoche von dir beantwortet werden kann. Schreibe deine Antwort auf die Montagsfrage als Artikel auf deinem Blog und verlinke diesen im Anschluss hier mithilfe des Formulars.

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